City of God (Cidade de Deus)
Der brasilianische Kinofilm „City of God“ handelt von dem Leben in den Armenvierteln der Großstadt, genauer gesagt, in Rio de Janeiro. Das Drehbuch zum Film wurde nach der Vorlage des gleichnamigen Romans von Paulo Lins erarbeitet. Regisseur Fernando Meirelles suchte sich seine Schauspieler für den Film unter den Jugendlichen aus den Elendsvierteln von Rio de Janeiro. Damit sollte eine größere Authentizität erreicht werden. Einige hundert Jugendliche nahmen an einem Workshop teil, der sie auf die späteren Rollen vorbereiten sollte und der rund sechs Monate dauerte.
Der Film spielt in den sechziger bis achtziger Jahren in Rio de Janeiro und er zeigt das gewalttätige Leben in einem echten Elendsviertel. Vor allem Landflüchtlinge leben hier in der Cidade de Deus im Westen von Rio de Janeiro. Alles wird aus der Sicht des Hauptperson dargestellt: Buscapé. Buscapé wird schon in jungen Jahren mit Gewalt konfrontiert, denn sein Bruder namens Marreco ist in einer Straßengang. Diese überfällt Leute, um an deren Geld zu gelangen. Allerdings kommt es bei einem Überfall auf ein Stundenhotel zu einem Zwischenfall, und der achtjährige Löckchen erschießt alle Gäste. Im Alter von 18 Jahren wird Löckchen zu einem Drogendealer und er nennt sich „Locke der Boss“, als er eine Begegnung mit einem Voodoo-Priester hat. Das Leben von Locke ist durch einen Zufall eng mit dem Leben von Buscapé verbunden.
Der Film war in den Kinos sehr erfolgreich und erntete auch international gute Kritiken und einige Auszeichnungen. Er wurde 2004 für vier Oscars nominiert. Der Film löste in Brasilien eine Debatte über die Zustände in den städtischen Randgebieten, den Favelas, aus, denn in „City of God“ wird gezeigt, dass es nicht nur die Seite von Rio de Janeiro gibt, die Touristen zu sehen bekommen. Die Drehorte selbst lagen übrigens nicht in der echten „City of God“, wo Dreharbeiten viel zu gefährlich gewesen wären.