Der brasilianische Film

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Geschichte des brasilianischen Films

Erste kurze filmische Szenen wurden in Rio de Janeiro im Jahr 1896 präsentiert. Ein Jahr darauf eröffnete das erste Kino, was von einem Italiener geführt wurde. Schon zehn Jahre später gab es in der Stadt 22 Kinos. Der erste brasilianische Spielfilm namens „Nho Anastácio Chegou de Viagem“ entstand 1908. Er stammte von Julio Ferrez. Der nächste Film, „Os Estranguladores“ von Antonio Leal, wurde zu einem großen Erfolg beim Publikum.

Das Leben im Nordosten von Brasilien war das beherrschende Thema in den Stummfilmen der zwanziger und dreißiger Jahre.  Das Kino wurde zum Massenmedium, als der Tonfilm entwickelt wurde. 1933 wurde dann das Genre des Chanchada eingeführt, das dominierend im brasilianischen Kino wurde. Die finanziell erfolgreichste Version dieses Genres war „ Alo, Alo Carnaval“ mit Carmen Miranda.

Ende der vierziger Jahre wurde das brasilianische Filmgeschäft zu einer erfolgreichen Industrie. Techniker kamen aus dem Ausland. Bis zum Jahr 1954 gab es die Vera-Cruz-Filmgesellschaft, die sehr bedeutende Filme produzierte. Darunter „O Cangaceiro“. Der Film wurde bei den Festspielen in Cannes als bester Abenteuerfilm ausgezeichnet (1953).

Ab den fünfziger Jahren wurden verstärkt sozialkritische Themen mit aufgenommen. Der finanzielle Aufwand für die Produktionen wurde unter anderem deshalb niedrig gehalten, weil häufig auf Laiendarsteller gesetzt wurde. Es entstand das Cinema Novo, das sich den gesellschaftlich relevanten Themen widmete. 

Gegen Ende der sechziger Jahre machte sich der Einfluß der Tropicalismo Bewegung im brasilianischen Filmen bemerkbar. Zum Beispiel wurden verstärkt Motive aus der Volkskultur aufgegriffen. Damit entstand eine Filmkunst, die von ausländischen Einflüssen weitgehend frei war und surrealistische Werke, die unter dem Radar der Zensur herbe Gesellschaftskritik übten.

1969 wurde die Filmgesellschaft Embrafilme gegründet, die 1990 wieder aufgelöst wurde. Sie förderte die Produktion und den Verleih brasilianischer Filme. Seit Beginn der achtziger Jahre wird das Kino in Brasilien durch Fernsehproduktionen stark in den Hintergrund gedrängt. Dennoch gibt es immer noch wieder qaulitativ hochwertige Produktionen und Regisseure, die ihren Idealismus in Bezug auf den typischen brasilianischen Film nicht verloren haben.

 

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